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„Marley“ - Ein Film von Kevin Macdonald

02.05.2012

Fast jeder kennt sein Gesicht und zumindest einen Teil seiner Lieder, aber die meisten wissen nicht viele über Bob Marleys Leben und die Bewegung für die er eintrat. Viel wurde über ihn gesagt und geschrieben, doch vieles ist davon falsch oder sachlich ungenau.

 

 
 
 
 
 
 
 
So entstand ein mit Klischees behafteter Mythos um den in St. Ann geborenen Künstler. Unnötig zu erwähnen, dass der Film 'Marley' daher längst überfällig war.
 
 
Wie keine andere Dokumentation zuvor schildert 'Marley' das Leben und Schaffen eines der größten Musiker des vergangenen Jahrhunderts. Die Filmemacher reisten an Orte, die in Bob Marleys Leben von Bedeutung waren und führten umfangreiche Interviews. Alles beginnt in einem kleinen Dorf in St. Ann, in dem Bob 1945 als Sohn einer Jamaikanerin und einem britischen Offizier geboren wurde und die ersten 12 Jahre seines Lebens verbrachte. Der Zuschauer wird während des Films nach Kingston, Delaware (USA), London oder Simbabwe geführt, begleitet Bob auf unzählige seiner Touren und wird schließlich bis nach Rottach-Egern in Bayern geleitet, wo Bob Marley die letzten Monate seines Lebens verbrachte.
 
 
Der Film schildert Bob Marleys Leben und versucht gleichzeitig der Frage auf den Grund zu gehen, welche Bedeutung es für ihn hatte ein Mischlingskind zu sein. Ein Umstand, der ihn zweifellos geprägt hat. 'Marley' wird ausschließlich von Menschen erzählt, die Bob nahe standen, ihn unterstützen und mit denen er ein Großteil seiner Zeit verbrachte. Darunter Familienmitglieder wie Rita, Ziggy und Cedella Marley, große Musiker wie Bunny Wailer, Jimmy Cliff oder Lee „Scratch“ Perry (über die man wohl problemlos einen eigenen Film drehen könnte) und viele seiner Freunde und Kollegen. Menschen wie Bob's Cousin mit dem er seine Kindheit in St. Ann verbrachte oder die deutsche Krankenschwester, die Bob bis kurz vor seinem Tod betreute, kommen in 'Marley' erstmalig zu Wort.
 
 
All diese persönlichen Erinnerungen machen den Film zu dem wohl wichtigsten Zeitzeugnis über das Leben und die Arbeit eines Künstlers, der noch 31 Jahre nach seinem Tod, Menschen auf der ganzen Welt bewegt. Für viele ist Bob Marley mehr als nur ein Musiker. Er ist eine Ikone, ein Hoffnungsträger und steht für den Kampf für eine bessere Welt. Eine Welt, in der alle Menschen in Frieden und Einklang miteinander leben, unabhängig von ihrer Herkunft und Hautfarbe.
 
 
'Marley' betrachtet Bob's Leben nicht kritisch, doch verherrlicht er auch nichts. Er stellt Bob Marley nicht als Helden oder Weltverbesserer da, sondern als einen Mann, der für seinen Werte eintrat, seinen Traum lebte und für den die Musik zweifellos das Wichtigste im Leben war. Man könnte es als problematisch ansehen, dass die Filmemacher die ihnen erzählten Geschichten nicht weiter hinterfragen. Auch wenn 'Marley' bei Laien viel Wissenslücken schließen kann, trägt der Film nicht zur Entmystifizierung des Musikers bei. Die Frage ist, ob dies überhaupt nötig bzw. erstrebenswert wäre. Denn mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass mit dem Namen und dem Gesicht Bob Marleys jedes Jahr immer noch Unmengen an Geld verdient werden, braucht die schließlich braucht die Welt ihre Helden.
 
 
Kinostart: 17.5.2012
 
und in Berlin:
 
 
 

 

 

Review by Janika Fotos: Studiocanal

 

 

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