Reggae in Berlin
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Pow Pow Movement - Interview

30.03.2009

Pow Pow Movement, die deutsche Jugglin-Maschine. Seit einiger Zeit spielen Sie regelmäßig im Cassiopeia, Grund genug den Kölnern ein paar Fragen zu stellen.

 

Ihr habt ja mittlerweile eine lange Berlin-Geschichte, könnt Ihr euch noch erinnern wie der erste Kontakt nach Berlin zustanden gekommen ist und wann das war??

Ingo: Boah, jetzt muss ich aber echt mal überlegen....

Devon: Das erste mal wo ich dabei, haben wir einen Soundclash mit Soundquake gespielt, dass war damals in der alten Maria.

Ingo: Nee, wir haben aber schon lange davor im......wie hieß der Laden......Toaster, oderso?!?!
In der Torstraße am Alex irgendwo, in so einem kleinen Hinterhof, ich meine da hätten wir das erste mal gespielt, aber ich bin mir nicht sicher. Ich geh mal davon aus das müsste so 96 oder 97 gewesen sein.

Bereitet Ihr euch anders vor, wenn Ihr in Berlin auflegt, als in Köln oder anderswo??

Ingo: Nein, eigentlich gibt es von der Vorbereitung da keinen Unterschied.
Wir müssen ja immer vor Ort gucken, was für Leute da sind, was so angesagt ist.
Wir sind da sehr variabel, wir haben ja nicht nur einen Stil den wir durchziehen egal was kommt, sondern wir passen uns da schon immer ein bisschen an.
Und Reggae ist ja auch sehr variabel, ich sag mal wir sind da relativ spontan, wir gucken halt immer irgendwie ist mehr Roots oder mehr Dancehall angesagt.
In Berlin ist ganz klar, da ist mehr Dancehall angesagt, als wenn wir jetzt irgendwo in Italien spielen, da wissen wir genau, die wollen Roots Reggae und da spielen wir auch mal Foundation Sachen.
Aber in jeder Stadt selber, also zum Beispiel in Berlin kommt es auch immer nochmal auf den Club an, wo wir spielen.
Aber Berlin ist auch eine der Reggae Hochburgen in Deutschland, und wenn es nicht gerade der 2be-Club ist kannst du hier eigentlich alles spielen.

Devon, passt du deine Speaches an die Stadt an??

Devon: Nein, wie Ingo schon gesagt hat, das hängt davon ab was für Leute da sind.
Wenn mehr Soundmen da sind, dann geh ich auf die ein, auf Festivals oder wenn hauptsächlich 16 – 17jährige da sind, die wollen nur Party, nur springen, nur Hype, dann gebe ich denen was sie wollen.
Aber ich versuch auf jeden Fall alle zu pleasen.
Zum Beispiel, gestern haben wir in Genf gespielt und das war so ein Konzert-Publikum mit Teenies und dann waren die richtigen Soundboys auch noch da, das ist dann ein Publikum wo ich es schwierig habe zu arbeiten. Weil es gibt Soundboys, die nur rumstehen wenn du irgendeinen Regular spielst und denken „nicht schon wieder“, aber die Teenies freuen sich da richtig drauf.

Ingo: Ja, aber das Problem hast du allgemein, auch in Berlin, dass wir es nicht allen Recht machen können.
Kann ich auch verstehen, wenn ich auf nen Dance gehe und will irgendeinen Big-Sound hören, dann will ich auch den oder jenen Tune nicht hören.
Aber uns wird das ja auch so ein bisschen auf die Kappe gedrückt, das wir auch Leute zum Reggae führen können, die halt mit Reggae eigentlich gar nichts zu tun haben.
Das ist aber auch schwer, das kannst du halt nicht nur mit New-Tunes, oder ich sag mal Sachen für die Kenner spielen. Da musst du halt auch mal einen Sean Paul spielen, den alle kennen.
Aber ist auf jeden Fall schwer da die Mitte zu halten, ich kann natürlich auch verstehen wenn dann irgendwie im Internet geschrieben steht „die haben regular gespielt“.....kann ich verstehen.
Aber wie gesagt, wir spielen für alle, und ich denke jeder kommt auf seine Kosten.

 


Ich auf hab eurer MySpace-Seite einen kleinen Mitschnitt von Euch gesehen bei einem Festival irgendwo in Portugal mit einer rießen Massive. Was macht Euch mehr Spaß die Clubs oder doch eher die großen Bühnen??

Ingo: Also mir, ehrlich gesagt, machen die Clubs mehr Spaß, weil da einfach der Vibe anders ist, dieser Club-Vibe ist einfach was anderes.
Festivals spielen ist glaub ich für die MC"s einfach ein cooles Ding, für mich selber kommt es immer auf den Vibe an.
Gestern zum Beispiel, das war auch so ein Festival, da stehst du dann auf so einer großen Bühne und hast dann so 2000 Leute vor dir, die eigentlich mehr Bock auf Live-Musik haben, dann wird es natürlich schwer da eine Stimmung rüberzubringen.
Allerdings, das was du da gesehen in Portugal, dass ist irgendwie so ein Phänomen, wir spielen in Portugal eigentlich kaum noch Club-Shows, wir spielen da so fünf- sechsmal im Jahr und spielen nur noch Festival und dass sind Rießendinger, bis 20.000 – 30.000 Leute. Die buchen uns da auch jetzt für so University-Festivals, Abschlusspartys, und wir sind da so der Abschlussgarant und sollen da am Ende immer noch einen draufhauen.

Wie sieht"s aus mit neuen PowPow-Produktionen, gibt’s da was neues??

Ingo: Ja, da kommst du gerade richtig.
Also, das letzte was wir rausgebracht haben war das Cali P Album, dannach hab ich noch Tamika & Mamadee, die Background-Sängerinnen von Gentleman, released, aber das sind nicht so richtig meine Produktionen.
Dann waren da noch zwei Riddims letztes Jahr, Digital-Releases, „Follow“ und „Ruff & Tuff“, das waren mehr so 45" Releases.
Aber ich fang gerade die Promo an für den neuen Riddim, der heißt „ Responde“, da erscheint jetzt der Riddimsampler und die 45"s Mitte nächsten Monats.

In welche Richtung geht der?

Ingo: Das ist ein Roots-Riddim, mit Gentleman, Natural Black, Ginjah, Lutan Fyah, so die üblichen eben, sind 18 Tunes auf dem Sampler.
Ja, und dann bin bei mehreren Produktionen beteiligt, ich arbeite gerade mit am Gentleman Album, dass dieses Jahr erschein.
Dann bin gerade an einer Album-Produktion für einen Sänger, der heißt Raymond Wright. Der war früher mal bei Shocking Vibes, lebt mittlerweile seit ein paar Jahren in Italien und jetzt seit einem Jahr in Köln, wegen dem Album. Und der Style geht so in die Richting „Lovers Rock“, Beres Hammond, Mickey Spice so in die Richtung und das Album ist auf jeden Fall der Hammer.
Das ist auf jeden Fall gerade so das neue Projekt wo ich dran bin.
Dann hab ich aber auf jeden Fall aber noch zwei bzw. drei neue Riddims, die ich noch gerne so über das Jahr releasen würde, zwei Roots-Riddims und einen Dancehall-Riddim, weiß nicht ob ich das noch alles schaffe, aber ich hab mir auf jeden Fall viel vorgenommen.

Ist es für dich als Produzent auch interessant mal in eine andere Richtung zu gehen, als immer „nur“ diese Reggae & Dancehall Schiene??

Ingo: Interessant ist das auf jeden Fall, die Frage ist dann wie weit ich mich dann wirklich einbringen kann. Weil es gehört ja schon ein bisschen Fingerspitzengefühl, Ahnung und Hintergrundwissen zur Musik dazu, also ich kann mir das schwer vorstellen, auch so vom Sound her........also, Lust hätte ich schon auf sowas, auf die Grossover-Sachen, was gerade auch so mit Elektro passiert, find ich schon interessant, aber ich trau mir das im Moment nicht zu, da wirklich die Hand an die Regler zu legen und in eine andere Richtung zu gehen.
Aber interessant ist es immer mit Künstler zu arbeiten, die nicht so aus dem Reggae Bereich kommen. Gerade fang ich an mit einer afrikanischen Soulsängerin zu arbeiten, die gerade so ne Art „African Grammy“ gewonnen hat und in den Staaten lebt.
Und da bin ich einfach mal gespannt was da so rauskommt, ist halt auch mal was neues.

 

Homophobie im Reggae“ ist ja ständig ein Thema in den Medien.
Hast du als Produzent Einfluss auf die Texte der Künstler??

Ingo: Also ganz klares Statement von mir, sowas würde von mir nicht veröffentlicht werden. Ich würde auch bei der Produktion, ich bin zum Glück immer dabei wenn Sachen gevoiced werden von den Artists, sofort einschreiten und sagen, dass ich da keinen Bock drauf habe.
Beim Auflegen ist das was anderes, sich da immer jeden Text durchzuhören, ist eigentlich nicht möglich.
Man merkt aber schon, gerade im letzten Jahr, das Leute verstärkt ihr Statement dazu abgeben, auch auf Party"s.
Mir kann das aber schon mal passieren, dass ich einfach nicht drauf achte und dann ist dann halt so ein Tune da.
Eine Sache ist uns passiert, wir haben letztens irgendwann in Dortmund gespielt und ich spiel TOK- „Chi-Chi Man“, auf einmal kommt eine Rasta-Lady zu mir und regt sich tierisch auf, ich war grad busy, hab mir dann aber später für sie Zeit genommen und mit ihr geredet, und meinte so zu ihr „OK, ich spiel es nicht mehr“.
Und dann legen wir ein paar Wochen später hier in Berlin im Cassiopeia auf und ich spiel wieder dieses Ding und genau die Frau aus Dortmund steht wieder vor mir. Blöd gelaufen halt.
Aber wie gesagt, ich kann mich nicht davon entziehen, hier und da mal so einen Tune zu spielen, aber wir sind da natürlich dagegen und promoten das eigentlich nicht.

Danke, das Ihr euch Zeit genommen habt

 

www.PowPow.de

PowPow Movement @ MySpace

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