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Mojo Morgan - Interview

15.01.2009

 

Nach jahrelangen Erfolgen als Band gehen die Mitglieder von Morgan Heritage vorerst eigene Wege. Mojo Morgan, Jüngster der Morgan-Geschwister gab am 10.01 ein Solokonzert im Yaam um seinen neuen Style zu präsentieren. Wir trafen den Künstler zwei Tage nach dem Konzert in einer Kreuzbergerwohnung, wo er gerade ein paar Ideen aufnahm.

 

Wie war das Konzert am Sonnabend für dich?

Das Konzert war erstaunlich. Am Anfang schienen die Leute nicht recht zu wissen, wie sie auf mich reagieren sollten, da sie mich sonst nur als Mitglied von Morgan Heritage kannten. Doch mit der Zeit haben sie erkannt wer Mr. Mojo ist. Viele Menschen sehen nur die Band und kennen oft nicht mal die Namen der einzelnen Mitglieder. Mit unseren Soloprojekten wollen wir uns als Individuen dem Publikum präsentieren, damit die Leute erkennen, wer wir sind.

Bedeuten eure Solokarrieren das Ende von Morgan Heritage als Band oder macht ihr in Zukunft beides?

Wir werden weiter beides machen. Man kann Morgan Heritage immer noch als Band buchen. Wir werden wahrscheinlich für ein paar Jahre kein Album mehr aufnehmen, obwohl wir schon noch Songs aufnehmen werden, aber eben nicht mehr so viele wie früher. Es sind auch eher Soloprojekte anstatt Solokarrieren. Karriere würde bedeuten, dass wir vor hätten allein Erfolg zu haben und nicht mehr zur Band zurückzukommen.

Was hat dich bzw. euch konkret dazu bewogen ein Soloprojekt zu starten?

Wir haben erkannt, dass wir jetzt in unserer Karriere an einem Punkt sind, an dem die Zeit gekommen ist, uns musikalisch unabhängig von einander zu entfalten und auszuprobieren. Als Solokünstler haben wir die Möglichkeit uns in anderen Musikstilen außer Reggae zu verwirklichen, was als Band auf Grund unserer Fanbasis kaum möglich ist. Ich denke, dass es nicht schwer sein wird, die Menschen von unseren neuen Styles zu überzeugen, denn viele hören neben Reggae auch andere Musik.

In welche Richtung möchtest du gehen?

Als Soloartist werde ich mehr singen, während ich bei Morgan Heritage meistens gerappt habe. Vom Musikstil gehe ich in Richtung Alternative Rock. Ich bin in Brooklyn - New York geboren und bin dann in Springfield - Massachusetts aufgewachsen. Meine Geschwister und ich sind also mit amerikanischer Musik groß geworden. Reggae ist unsere Basis auf Grund unserer Wurzeln, doch dadurch, dass wir in den USA aufwuchsen, wurden wir auch von anderen Musikrichtungen beeinflusst. Durch unsere Soloprojekte können wir diese Einflüsse zum Ausdruck bringen.

 


Ist Jamaika dann eine Art zweites Zuhause für dich?

Definitiv. Ich sehe Jamaika auch als mein Zuhause an auf Grund unserer kulturellen Prägung. „You can take the man out the place, but you can"t take the place out of the man.“ In Amerika wurden wir so aufgezogen, als würden wir in Jamaika leben. Als wir dann zurück nach Jamaika kamen, war es also kein Kulturschock für uns, sondern so als würden wir nach Hause kommen.

Hattet ihr dadurch Schwierigkeiten in den USA zurechtzukommen?

Nicht direkt. Manche von uns wurden zwar ab und zu wegen ihrer Dreadlocks gehänselt. Heute sind Dreads zur Mode geworden

Du hast bereits erwähnt, dass die Leute in Berlin anders auf dich als Soloartist reagiert haben. Ist das generell so?

Das ist der zweite Ort in Europa an dem ich gespielt habe. Wir besuchen nicht viele Städte, da es mir erstmal nur darum geht meine Musik vorzustellen und zu sehen, wie unterschiedlich Menschen darauf reagieren. In Österreich waren die Reaktionen ähnlich wie hier, die Leute brauchten eine Weile, um sich an meinen neuen Style zu gewöhnen, aber am Ende haben sie erkannt, dass ich gute Musik mache.

Durch deinen Wechsel zu Alternative Rock wirst du sicherlich auch Menschen ansprechen, die nicht so auf Reggae stehen. Ist das nicht so als würdest du in zwei Welten leben?

Von außen betrachtet vielleicht schon. Ich bin aber sozusagen auch in zwei Welten aufgewachsen. Als Kinder hörten wir die Musik, die im Radio lief und das waren Künstler wie Bon Jovi, Tears for Fears oder Pat Benatar. Jeden Tag ging ich mit weißen Kindern zur Schule und viele davon waren gute Freunde von mir. All das hat uns geprägt und uns zu dem gemacht was wir sind.

Während deiner Show hast du über den neuen Präsidenten Amerikas gesprochen im Zusammenhang mit der Forderung „No more war!“. Inwiefern wird Obama dazu betragen können?

Was am 4. November 2008 passiert ist war ein Symbol für die Kraft der Menschen. Das ein schwarzer Präsidenten gewählt wurde in einem Land, dass einst von Sklavenbesitzern beherrscht wurde ist ein Zeichen für die unglaubliche Kraft von Veränderungen. Von Obama wird viel erwartet, da George Bush so viele Fehler begangen hat. Daher wird Obmann von einigen als eine Art Messias angesehen. Er ist und bleibt aber ein Politiker und ich persönlich vertraue Politikern nicht, da sie vieles versprechen, um gewählt zu werden und nach der Wahl ihre Versprechungen nicht wahr machen. Dennoch hoffe ich, dass Obmann zu seinem Wort stehen wird. Er allein wird die Welt jedoch nicht verändern können. Damit Frieden auf der Welt herrscht, müssen alle Menschen sich ändern und lernen ihre Mitmenschen zu akzeptieren.

Was kommt dann nach der Tour für dich?

Nach der Tour werde ich daran arbeiten eine EP zu veröffentlichen, die mich als Solokünstler vorstellen soll. Ich habe es nicht eilig mein Album raus zubringen, aber ich will den Reggae Lovers zeigen wer Mr. Mojo von Morgan Heritage ist, um mich dann zu einem Alternative Artist entwickeln zu können.

Mein Album wird dann mehr Alternative sein, denn es würde für uns keinen Sinn machen, wenn wir Soloprojekte starten und das gleiche machen wie bei Morgan Heritage. Der Einfluss von Reggae, Hip Hop und Rock wird deutlich hörbar sein, denn das sind die drei Stile, die mich am meisten beeinflusst haben.


Gibt es noch etwas, das du der Berliner Massive mitteilen möchtest?

I want everybody to know, that they need to get there Mojo. Wenn ihr einmal versteht, wer Mr. Mojo von Morgan Heritage ist, werdet ihr realisieren das euer Mojo all das sein kann, was ihr wollt und für ein erfülltes und glückliches Leben braucht...

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