Reggae in Berlin
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Luciano Interview

29.12.2009

Luciano über Berlin, seinen Prozeß im Februar und über seine Freundschaft zu Mikey General.

 

 

Dein letzter Besuch in Berlin ist schon eine Weile her. Was war dein Eindruck vom heutigen Abend?

 

Ich muss sagen, die Leute haben mich wirklich ihre Liebe zur Reggae-Musik spüren lassen. Ich wurde herzlich empfangen. Ich bin dankbar und glücklich, dass meine Fans immer noch die Message in meinen Songs schätzen.

 

Dieses Jahr hast du einen Tribute Song für Michael Jackson aufgenommen, was hat dich dazu veranlasst?

 

Michael Jackson war ein großartiger Künstler und Musiker, auch wenn man ihn für einiges kritisieren könnte. Er hat sein Leben in die Musik gelegt, das hat mich einfach bewegt. Ich glaube, wenn wir Künstler uns alle so der Musik hingeben würden wie er, können wir die Welt heilen.

 

Obama ist auf deiner Myspace-Seite unter deinen Top-Freunden, hat das eine besondere Bedeutung?

 

Präsident Obama ist für mich mehr als nur ein Politiker. Er ist einer der erleuchteten Menschen, die auf unsere Erde gekommen sind und versuchen der Menschheit zu helfen. Die Menschheit ist in großen Schwierigkeiten und deswegen brauchen wir gute Präsidenten, gute Musiker, gute Wissenschaftler... Einfach gute Vorbilder. Ich denke Barack Obama ist ein gutes Vorbild für alle Menschen. Er ist keiner der Präsidenten, die sich Hals über Kopf in einen Krieg stürzten, er handelt besonnen und will das Leben des Volkes verbessern.

 

Findest du es nicht gefährlich ihn so zu verherrlichen? Er ist immerhin Teil des ganzen Systems.

 

Ich sehe die Sache anders. Um in eine Position zu kommen, in der man die Macht hat etwas zu verändern, muss man Teil des Systems sein. Ich habe mein ganzes Leben über für das Gute und Richtige eingestanden. In meinen Liedern singe ich über einen neuen Tag und Veränderungen. Was wäre ich für ein Mensch, wenn ich sie dann in der Welt nicht sehen würde? Im Moment finden große Veränderungen vor unseren Augen statt und wir sollten sie mit offenen Armen empfangen.

 

Dieses Jahr musstest du dich vor Gericht verantworten, weil du einem Kriminellen Unterschlupf gewährt haben sollst. Was ist passiert?

 

Das war so. In meinem Studio kommen jeden Tag viele Leute vorbei, manche davon kenne ich nicht einmal. Darunter sind vielleicht auch schlechte Menschen oder Verbrecher, doch ich will keine Vorurteile gegenüber irgendwem haben und deshalb steht meine Tür für jeden offen. Der Mann, um den es in diesem Fall ging, wurde von der Polizei gesucht. Doch davon war weder in der Zeitung noch im Fernsehen berichtet worden. Die Polizei ist falsch an die Sache herangegangen. Anstatt zu mir zu kommen und mit mir zu sprechen haben sie meinen Yard gestürmt und um sich geschossen. Zu der Zeit waren auch meine Frau und meine zwei Kinder im Haus und ich kann nur Jah danken, dass ihnen nichts passiert ist. Die Regierung muss wirklich einen besseren Weg finden nach Verbrechern zu fahnden.

Der Mann hinter dem sie her waren, war künstlerisch begabt und konnte gut zeichnen. Er hatte drei Kinder und war wahrscheinlich nur ein Opfer des Systems. Als die Polizei in meinen Yard kam, ist er ins Haus gerannt, um Schutz zu suchen, doch am Ende wurde er erschossen.

 

Wurdest du inzwischen freigesprochen?

 

Nein der Prozess läuft immer noch. Am 2. Februar ist der nächste Gerichtstermin. Sie haben jedoch nicht wirklich etwas, das sie mir anhängen können. Sie haben mein ganzen Haus durchsucht und nichts außer meiner Bibel gefunden. Und eine ganze Menge Gunjah (lacht). Sie werden niemals eine Waffe in meinem Haus finden. Ich schwöre vor dem Herrn, dass ich nie eine Waffe gekauft oder benutzt habe. Mi nuh support killing!

 

Auf der jetzigen Tour reist du auch nach Afrika, hat das eine besondere Bedeutung für dich?

 

Es hat immer eine besonderen Bedeutung für mich zum Mutterland zurückzukehren. Einen Tour zu machen ohne nach Afrika zu gehen, wäre für mich Zeitverschwendung. Es ist schön durch die Welt zu reisen und Shows zu haben, doch in Afrika fühle ich mich zu Hause. Es ist toll dort für meine Fan singen zu können. Die Menschen aus Ghana oder Gambia warten darauf meine Message zu hören.

 

Wie kam es dazu, dass du auf der Tour mit Mikey General zusammen auf der Bühne stehst?

 

1992 habe ich Mikey General kennen gelernt, es war als hätte Jah uns zusammengebracht. Er ist ein sehr talentierter Songwriter. Wir sind beide im Oktober geboren, der einzige Unterschied zwischen uns ist, dass er ein bisschen mehr isst als ich (lacht).

 

Mikey General: Luciano zu treffen war wirklich ein großes Erlebnis für mich. Wir haben uns im Studio kennen gelernt. Er ist witzig und immer gut zu allen Leuten, das hat mich am meisten beeindruckt. Er hat unheimlich viel Liebe in seinem Herzen.

 

Luciano: Mikey hatte damals ein Auto im Gegensatz zu mir. Er hat es dann übernommen mich Abends nach Hause zu fahren und mich am Morgen wieder abzuholen. Ich konnte mich auf ihn verlassen, solche Menschen findet man nur noch selten. Er steht mit beiden Füßen fest auf dem Boden und in der heutigen Zeit braucht man solche Verbündete.

 

Mikey: Das Auto von dem er spricht, hatte kein Licht, keine Versicherung, keinen TÜV und ich habe dafür keine Steuern bezahlt. Trotzdem waren wir jeden Tag unterwegs (lacht).

 

Du hast auf der Bühne über die Wiedervereinigung von Ost und West gesprochen, was weißt du darüber?

 

Ich habe Fans auf der Ost- und auf der Westseite von Deutschland. Für mich war es ein schönes Gefühl zu hören, dass die Mauer gefallen ist. Das war ein großer Moment in der Geschichte der Menschheit. Es hat viele Anstrengungen gekostet, die Mauer einzureißen und auch die Musik hat dabei geholfen. Mikey General und ich haben mit Gentleman zusammen einen Song darüber gemacht. And even though they move away the Berlin wall. That didn't stop the problem at all. Trotzdem sie die Mauer abgerissen haben, gibt es immer noch einen Mauer in den Köpfen der Menschen. Es dauert auch diese einzureißen, aber auch das können wir gemeinsam erreichen.

 

Wie geht es nach der Tour für dich weiter?

 

Nach der Tour gehen wir zurück nach Jamaika. Wir haben noch einige unabhängige Shows in der Karibik. Ich habe gerade ein neues Album aufgenommen. Wenn ich zurück bin, werden wir mit der Promotion anfangen. Fotosessions, einige Videos drehen... Wir wollen das Album in Februar veröffentlichen. Der Titel steht noch nicht fest, doch es wird auf jeden Fall hot!

 

 

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