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La Phaze Interview 2012

05.02.2012

Die französischen Soundrebellen haben sich auch hierzulande in den letzten Jahren Kultstatus erspielt, nicht zuletzt durch ihre Auftritte bei der Fusion. Hier das Interview mit La Phaze:

La Phaze ist anders. Ihr habt den Musikstil „Pungle“ erfunden. Für alle, die Euch nicht kennen, was macht Ihr für Musik?
Damals, als wir La Phase gegründet haben, produzierte ich Jungle Beats. Das sind schnelle Elektro Rythmen mit einer fetten Baseline und Verwurzelungen in der UK Rave Szene der 90er Jahre. Unser Ziel war ein Mix aus Jungle und der Musik, die uns in unserer Jugend sehr beeinflusst hat, nämlich dem Punk-Rock. Ich fand schon immer, dass Drum & Bass bzw. Jungle mit Punk-Rock etwas gemeinsam hatte: Es musste laut und schnell zur Sache gehen. Die Mischung dieser beiden Musikrichtungen war etwas völlig neues. Daher nannten wir es Fusion-Pungle.
Vor 10 Jahren habt ihr euren Förderer Manu Chao kennen gelernt. Mit ihm zusammen habt ihr Gigs in Brasilien gespielt. Erzählt doch mal eure Eindrücke...
Das war zweifellos einer der besten und größten Momente unserer Musikkarriere. Manu nahm uns mit nach Brasilien wo gerade das Weltsozialforum in Porto Allegre stattfand. Zusammen mit ihm spielten wir mehrere Konzerte im ganzen Land. Manu ist einer der besten Musiker die ich kenne und wir haben eine Menge von ihm gelernt. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Ich kann es kaum erwarten die Leute in Brasilien wieder zu treffen. Sie haben einen ganz anderen Lebensstil als wir in Europa. Sie lieben die Musik und es gibt so viele gute Musiker. Diese Erfahrungen dort haben unseren Geist für Neues geöffnet.
Ihr habt 4 Alben veröffentlicht. Mit dem zweiten Album „Fin de Cycle“ kam für Euch der Durchbruch. Das Album ist musikalisch sehr kraftvoll und voller politischer Statements. Ihr engagiert Euch auch in Organisationen. Worum geht’s euch dabei?
Früher waren wir noch viel engagierter als heute, obwohl ich immer noch dieselbe Ansichten bezüglich Politik und dem ganzen Mist vertrete wie damals. Wir waren teil der französischen Bewegung "Colère Noire". Sie gründete sich nach der Ölkatastrophe vor Frankreichs Küste. Zusammen protestierten wir gegen die Firma "Total", die Millionen verdiente und sich der Verantwortung für das Schiffsunglück entzog. Außerdem war die Bewegung eine nationale Revolte der Armen und Ausgebeuteten gegen die Sarkozy Regierung. Auch früher haben wir schon soziale Organisationen unterstützt, wie zum Beispiel Greenpeace oder Antifa. Unsere Energie gilt den Menschen, die versuchen etwas für die Gemeinschaft zu tun und nicht denen, die andere ausbeuten. Aber das ist die alte Debatte: Arm gegen Reich.
Mir ist aufgefallen, dass die Songs im aktuellen Album “Psalms & Revolution“ überwiegend in englischer Sprache sind. Was war eurer Antrieb ein englischsprachiges Album zu machen?
Ich muss gestehen nach unserem vorigen Album "Miracle" hatte ich es satt, dass Leute mich ständig nach der Bedeutung meiner Texte fragten. Da wir immer öfter außerhalb von Frankreich Konzerte gegeben haben, begann ich Texte auf Englisch zu schreiben. Daran gewöhnte ich mich recht schnell. Im Gegensatz zu Französisch ist Englisch in meinen Augen viel melodiöser und flüssiger. Da unsere Tracks für das neue Album recht melodiös waren, sang ich also 90% auf Englisch. Ich hab schon immer auf Englisch und Französisch gesungen, obwohl der größte Teil unserer Lieder natürlich auf Französisch ist. Im Moment sing ich grade wieder auf Französisch und bin sehr glücklich damit also wundert euch nicht dass ihr auf unseren Konzerten hauptsächlich Französische Texte hören werdet!
Seid Ihr Berufsmusiker? Ihr alle beherrscht mehrere Instrumente, richtig?!
 
Wenn Berufsmusiker bedeutet, dass wir nicht ins Büro gehen müssen sondern uns auf die Musik konzentrieren können, dann sind wir das. Aber ich glaube nicht, dass es eine Frage der Professionalität ist. Ich kenne viele sehr talentierte Musiker, die einfach nicht die Chancen haben die wir in der Band haben. Wichtiger ist Ausdauer und ein bisschen Glück. Außerdem muss man sein eigenes Ding machen und immer wieder versuchen sich neu zu erfinden. Und Ja, das ist richtig: Wir können mehrere Instrumente spielen. Zwar nicht jeder von uns und auch nicht wirklich gut aber einige von uns üben fleißig. Wer das ist, behalte ich aber für mich.
 
Auf euren Konzerten wird gepogt und ausgelassen gefeiert. Ein Eindruck bekommt jeder in euren Musikvideos. Was erwartet Ihr von den Berlinern?
Wir lieben Berlin. Ich bezeichne Deutschland gerne als mein zweites Zuhause. Die Menschen hier sind so freundlich, cool und empfänglich für unsere Musik. Ich kann den Berlinern auf jeden fall verraten: Unsere Konzerte in Berlin 2012 werden laut und hart. Wir werden einige alte Songs spielen, die wir länger nicht mehr gespielt haben und neue natürlich neue Songs, die euch zum Zappeln bringen werden. Es wird…. heiß!

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