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Jugglerz Crosstalk

16.03.2014

Bei der vergangenen Jugglerz Night im November wurde das 1-jährige Jubiläum im What? – Club gefeiert. Neben vielen anderen Dancehall-Partys in Deutschland und Berlin, wirbt auch diese mit dem „real jamaican experience“ Slogan.

Nunja – Shotta Paul und Meska jedenfalls begeistert, was da Initiatorin Kristin und Promoter BrainFac für Berlin auf die Beine gestellt haben. In kaum einem anderen Dance können die Jugglerz dermaßen vom Leder reißen, ohne die alten Konserven mit Eurosuppe aufzutischen.

Vor dem Dance haben uns die Beiden noch ein wenig aufs Band gesprochen und geben Einblick in Vergangenheit und Zukunft ihres Sounds / Labels / Radios … It’s JUGGLEEEEEERRRZ !

 

RIB: Ihr seid jetzt seit fast 2 Jahren als Jugglerz unterwegs und habt schon eine ganze Menge bewegt. Seid ihr jetzt schon so ein weinig da angekommen wo ihr hin wolltet mit eurem „Projekt“ Jugglerz oder ist da noch eine ganze Menge, die ihr zu erledigen habt?

Meska: Weißt du, es gibt jetzt da kein langfristiges Ziel. Das ergibt sich halt immer so. Und man muss immer sehn, wie es gerade läuft. Und bei uns läuft‘s derzeit super. Wir sind seit Monaten ausgebucht und auch schon bis in das nächste Jahr rein. Von daher kann man sich da nicht beklagen. Es gibt halt viele Baustellen, an denen wir arbeiten. Dabei ist das Hauptding eben das Label. Wir haben gerade ein Studio gebaut, und das ist für uns gerade die nächste Ebene. Es ist nun mal so, dass wenn man mal was vorhatte und hat das dann erreicht, dann setzt man sich eben neue Ziele.

Paul: Wir wollten ja am Anfang ein Label gründen. Dann war das ja relativ schnell verwirklicht. Einen Riddim rausbringen und den fertig zu machen – das war eigentlich so die Idee. Jetzt haben wir plötzlich ein Label mit mehreren Releases und noch einen eigenen Artist … du siehst, es geht halt immer weiter.

RIB: Das ist dann also ein Full Time Job für Euch ?

Meska: Es ist auf jeden Fall ein Full Time Job, wir arbeiten aber trotzdem noch nebenbei in unseren Jobs.

RIB: Wäre das denn ein Ziel von Euch, Jugglerz als Lebensgrundlage zu nehmen?

Paul: Das wär sicher toll, wenn man das machen könnte aber man muss eben auch in verschiedene Richtungen denken, man darf nicht immer nur auf eine Karte setzen. Wir haben beide noch eine gute andere Beschäftigung, die sich relativ gut mit Jugglerz verbinden lässt. Aber es ist trotzdem die Idee dann auch verschiedene Standbeine zu haben.

RIB: Wie sieht denn so eine Woche bei euch aus. Ich meine, ihr habt das Wochenende durchgezogen und sollt montags wieder auf der Matte stehen. Wie geht das?

Meska: Na so im Vergleich zu vor 3-4 Jahren hat man eben seinen normalen Trott. Jedes Wochenende unterwegs. Und wir spielen jetzt auch viel mehr als damals bei Sentinel. Und unter der Woche haben wir eben an vielen Projekten zu arbeiten. In den letzten Wochen ist halt mal viel liegen geblieben weil wir immer auf der Baustelle waren. Aber wir haben uns auch gesagt, wir probieren jetzt alles da rauszuholen und schaffen dafür eben die Rahmenbedingungen so gut wie möglich.

RiB: Ihr habt jetzt zwei Mal geclasht, oder? Einmal in Wuppertal („who runs the town?“) und dann nochmal auf dem Keep It Real Jam. Hat’s Spaß gemacht ?

Meska: Das waren ja beides eher so offene Dinger. Bei Who Runs The Town war es eben nicht nur mit Runden und Dub Fi Dub . War ein schönes Konzept; wir haben Dubs gespielt , speeches gebracht. Es wurden Themenrunden gespielt, es wurde eben nicht einfach nur gejuggelt und die Leute habens gefeiert …

RiB: .. solche Formate sind ja eigentlich ideal für euch, wenn‘s nicht gerade so ein Rudeboy / Nerd Clash ist. Und da ihr – so wie ich das verstehe – im Aufbauen eurer Dubbox seid und wohl in Zukunft auch mehr clashen wollt …?

Meska: Na auf jeden Fall ist die audience für hardcore clashes schon kleiner geworden. Wenn man mal sieht: War inna East ist die letzten Jahre nicht wirklich gut gelaufen - da wird das Konzept eben auch geändert. Oder Worldclash: war jetzt auch mit 45’s …

Paul: Es erleichtert auch dieses geclashe, weil die Dubplate Geschichte engt die Sache halt so ein bisschen ein und da kann man bestimmte Sachen gar nicht machen und alles kostet immer 250 $. Wie viel Geld da verbrannt wird ist eigentlich total bescheuert. Und von daher muss man das mal alles von da runter holen. Das mal ein bisschen lockerer macht und mal wieder mehr auf die vibes geht …

Meska: … das is ja eh immer unser Ding gewesen. Als wir da in Jamaika da beim Worldclash waren, da haben wir auch zwar stricktly dubplates aber wir haben eben auf Unterhaltungsprogramm gemacht …

RiB: Was wäre denn so ein Format, bei dem ihr selbst gern spielen würdet ?

Meska: Ich fand die Clashes schon cool mit mehreren Sounds. Aber du bist halt in der Karibik … ich bin eh nicht so der Fan von megalangen Runden, weil das zieht sich, auch für den anderen Sound . Da spielt eben einer 30 Minuten und man kann darauf nicht antworten … also ich finde persönlich solche Zirkusclashes mit K.O.-System cool. Wer floppt fliegt gleich raus, die zwei / drei besten bleiben am Ende… in der Karibik kann man eben auch andere Sachen bringen.

Paul: Also so mit mehreren Sounds ist auf jeden Fall lustig. Allgemein … eben was dynamisches, schnelles.

Meska: Man muss sich dann eben auch entscheiden: Wenn man ein Clash annimmt, muss man dafür Zeit investieren und bringt einem das was. Und natürlich macht‘s Spaß , aber wir machen eben gerade unser Studio und ‚ne Miwata – EP und dann geht die Kohle eben eher da drauf …

Paul: … und auch mit den releases … , unsere Labelarbeit ist eben was geiles – was ein neues Level eröffnet. Zum Beispiel war jetzt Beenie Man da. Mit dem haben wir zwei 45’s aufgenommen; zwei eigene Tunes. Das ist was anderes als ne Dubplate aufzunehmen. Du bekommst halt einen eigenen tune von Beenie Man, den du dann auf deinem eigenen Riddim rausbringen kannst. Das ist eben „next level“; von daher ist das jetzt unser Fokus - statt jetzt den hundertsten Utan Green oder Terror Fabulous zu cutten. Is ja auch geil …

Meska: … aber das haben wir eben alles schon gemacht ..

Paul: .. also: don’t worry about dubs toom much .. Wir sind jetzt auf einem ganz anderen Level mit unserem Label. Du bist einfach eine ganz andere Institution als einfach nur als DJ. Es ist einfach deine eigene Musik, die du da machst. Is schon geil ! Und es würde uns jetzt auch nicht viel bringen, gegen z.B. One Love High Power einen stricktly dubplate clash zu spielen.

Meska: Wenn es wieder was in der Karibik gibt, dann würden wir das machen, aber in Deutschland … Ich mein‘, das Keep it Real Jam war schon cool. Auch das Sonic sich darauf eingelassen hat. Wir waren gerade mal ein Jahr als Jugglerz am Start und haben gegen die baddesten Sounds gespielt. War klar das die Jungs das Ding mitgenommen haben. Wir haben aber gut abgeschnitten, das war cool. Du musst aber Prioritäten setzen. Du kannst nicht alles gleichzeitig machen. Sonic ist halt ein Clashsound. Und das machen die halt megagut. Wir haben ja jahrelang mit Sentinel und Sonic ein Kopf-an-Kopf-Rennen gehabt ; und damals war eben Sentinel der baddeste Sound und jetzt hat halt Sonic `nen krassen Lauf hingelegt und jetzt sind die halt krass am Start. Wir sind hingegen nicht der krasseste Clashsound . Wir sind Jugglerz – ein jugglin sound fe life.

RIB: …na meine Frage zielte tatsächlich darauf ab, wie denn so die Ambitionen sind und wie eure eigene Einstellung zum Thema Clash ist …

Meska: … ey, wir wissen’s selber nicht. Wir reden alle zwei Wochen mal darüber und sagen dann: Lass mal einfach so nebenher cutten aber zwei Wochen später sagen wir wieder: Scheiss auf cutten und wieder drei Wochen später sagen wir wieder: Ey komm, den Tune brauchen wir … na so halt.

Paul: You know , Jugglerz we a bad sound ! Wir haben eigentlich genug plates. Wir könnten jetzt schon wieder strictly dubplate clashen. Müsste man halt mal auf ein paar schmalere Artists zurückgreifen. Aber es wär schon drin, von daher … don’t worry yourself. Soon we kill everybody …(lacht).

RiB: Ok Jungs . Danke, dass ihr Euch die Zeit genommen habt.

Interview: Cocotone 29.11.2013

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