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J Boog Interview 2011

10.01.2012

Nach einem großartigen Konzert von J Boog am 1.12.2011 im Calabash hatten wir die möglichkeit ein Interview zuführen:

R.I.B.:
Aloha J Boog... Nice to know you... ;)
Willkommen in Berlin! War das die erste Deutschland-Show heute..?

J BOOG:
Nein, der erste Gig war in Köln...
Davor waren wir in Norwegen, Schweden, Dänemark, in der Schweiz und in Österreich. und jetzt Deutschland...

R.I.B.:
Kamt Ihr direkt aus Hawaii..?

J BOOG:
Ja, langer Flug... Wir haben ein Video Shooting in Hawaii abgeschlossen, dann über Kalifornien und Chicago nach Paris und von dort nach Norwegen. Als wir ankamen dachte ich, wir haben erst mal einen freien Tag, aber Nein!, gleich in der ersten Nacht gab's ne Show...

R.I.B.:
Ist das Deine erste Europa-Tour..?

J BOOG:
Ja, das sind die ersten Shows in Europa, und bisher waren alle Gigs phantastisch! Wir waren total überrascht, dass die Konzerte so voll waren.
Wir dachten, hier kennt man nur einen Song, aber offensichtlich haben die Fans gut recherchiert und kannten viele meiner Tracks! Wir sind wirklich sehr glücklich darüber und können uns nur bei allen bedanken, die zu den Gigs gekommen sind!

R.I.B.:
Wie lang geht die Tour?

J BOOG:
Wir sind seit etwas 1,5 Monaten unterwegs und die Tour nähert sich langsam dem Ende zu... AM 19. Dezember fliegen wir zurück.

R.I.B.:
Auf der Bühne hattest Du eine Show in Afrika erwähnt... Was passiert, wenn ein Reggae-Artist aus Hawaii in Afrika auftritt?

J BOOG:
Nun, es war nicht wirklich ein Konzert, sondern eher Projekt-Arbeit. Wir waren eingeladen von der GIVE AFRICA HOPE Foundation, das in Partnerschaft mit Gramps und Peter Morgan entstanden ist. War alles nicht so einfach...

R.I.B.:
Wie meinst Du das?

J BOOG:
Es war für mich hart zu sehen, wie Menschen um all das kämpfen müssen, was wir in unserer Gesellschaft als so selbstverständlich und alltäglich ansehen... Wir sind dort ja nicht die ganze Zeit mit dem Flieger unterwegs gewesen, sondern nach Nairobi / Kenia geflogen und vor dort sind wir in die anderen Orte gefahren.
Wir waren über 8 Std. nach Kisumu unterwegs und waren dort direkt in den Slums... Es war total crazy, alle stürzten sich auf das Auto mit mir und Gramps und Peter...
Dort und in anderen Orten haben wir Schulen besucht und uns wirklich gefragt, wie und welche Art von Musik dort denn überhaupt ankommt...
Aber die Kids fingen an zu singen und zu trommeln, als wir reinkamen, NICE TO KNOW YOU! NICE TO KNOW YOU!, das war sehr berührend!
Wir hatten einen Koffer voller Papier, Stifte, Bücher usw. dabei und haben das dort verteilt... Das ist natürlich nichts im Vergleich zu dem, was wirklich alles getan werden müsste... aber das war eben unser Beitrag.

 


R.I.B.:
Wie kam denn eigentlich die Verbindung mit Gramps und Peter Morgan zustande?

J BOOG:
Unser erster Link war Gramps. Und diese Verbindung kam zustande über eine andere Künstlerin aus Hawaii, Irie Love aus Kailua. Sie hat eine Weile mit Morgan Heritage gearbeitet... Sie war unsere Verbindung zu den Morgans.

R.I.B.:
Erzähl doch mal generell was über Reggae in Hawaii... Wir wissen nämlich nichts darüber! Gibt es viele Artists..?

J BOOG:
Oh jaa, es gibt verdammt viele Reggae-Künstler dort.. Du hörst sie Tag und Nacht, Pumping Lovers Rock und Roots Reggae... Eine sehr lebendige Szene! Hauptsächlich Live Music, komplette Bands  und weniger Sound Systems...

R.I.B.:
Hast Du selbst auch eine Band dort?

J BOOG:
Ja, hab ich... Wir waren jahrelang mit der Band HOT RAIN unterwegs, die auch grad eine Album mit dem gleichen Titel herausgebracht haben... Dazu gibt es noch eine Menge Solo-Artists wie etwa unser Bruder Ten Feet, der mehr oder weniger der Michael Jackson von Hawaii ist... Wir sind mit diesem Sound aufgewachsen und sind viel zusammen getourt...

R.I.B.:
Das ist also eher Roots Reggae... Und wie sieht's in Hawaii mit der Dancehall-Szene aus?

J BOOG:
Klar, Dancehall gibt es schon auch, aber hauptsächlich läuft Roots Reggae und Lovers Rock.

R.I.B.:
Und gibt es auch so etwas wie Fusionen aus traditioneller hawaiianischer Music und Reggae bzw. aktuellen Sounds...?

 J BOOG:
Oh ja, wir nennen das Jawaiian Music oder Island Reggae...!! Es ist ein sehr melodischer Sound mit vielen Gesangs-Harmonien...

R.I.B.:
Würdest Du Deinen Style als sehr typisch dafür bezeichnen?

J BOOG:
Hmmm... Ich glaube schon ,dass ich mich in unterschiedlichen Styles bewege, sowohl Jamaican als auch Hawaiian...

R.I.B.:
Und welche Alben gibt es von Dir auf dem Markt?

J BOOG:
Das aktuelle Album „Backyard Boogie“ ist mein 2. Album. Es ist am 27. September erschienen.

R.I.B.:
Ich war so erstaunt, von Deinem Song mit Snoop Dog zu lesen...

J BOOG:
Der Snoop Dog Song ist nicht auf dem Album, da es ein reines Reggae Album ist. Der  Track wird 2012 als Single released.  

R.I.B.:
Hast Du denn auch Verbindungen zu europäischen oder deutschen Reggae-Künstlern?

J BOOG:
Ja! Zum Beispiel Million Stylez aus Schweden und Gappy Ranks aus UK. Die waren beide in der Bay Area auf Tour und wir haben Tracks zusammen gemacht, die jeweils über „Special Delivery Music“ veröffentlicht wurden, mit denen wir wiederum über Peter Morgan verbunden sind.
In Köln haben wir eine Show über Rodney von Kingstone Music gemacht... Ein weiterer Link zur Szene hier...

R.I.B.:
Und kommt europäischer Reggae in Hawaii an?

J BOOG:
Langsam, aber sicher! Gentleman natürlich... Alborosie war auch vor Kurzem dort und hat eine Wahnsinns-Show gemacht.

R.I.B.:
Wie hat Dir denn eigentlich die Show heute im Calabash Club gefallen?
 


J BOOG:
Aus meiner Sicht war es großartig hier! Wir haben die Crowd gespürt und es ist immer wieder beeindruckend, wenn sie alle Songs mitsingen können. Dass auch noch einige polynesische Besucher im Publikum waren, war besonders toll! Auch, wenn es nur 2 waren.... ;)

R.I.B:
Hattet Ihr denn etwas freie Zeit hier in Berlin?

J BOOG:
Wir sind gestern angekommen und waren in einem Club (Cassopeia)... Ein toller Ort mit Kunst und vielen Graffitis. In SF haben wir viele Freunde, die als Graffiti Artists arbeiten. War also toll, zu sehen, dass es hier auch eine sehr lebendige Szene gibt.
Leider hatten wir zu wenig Zeit, um noch mehr von der Stadt zu sehen... Wir sind auf dem Weg zum Club nur kurz an der Berliner Mauer vorbei gekommen...

R.I.B.:
Habt Ihr hier noch interessante Leute für weitere Projekte oder Zusammenarbeit getroffen? Dubplates gemacht oder ähnliches...?

J BOOG:
Ja, wir haben schon vor einer Weile Dubplates für City Lock Sound gemacht. Außerdem Supersonic und Mighty / Timeless Sound...

R.I.B.:
Gibt es denn Pläne, mit Band z.B. bei den Festivals im Sommer hier in Europa aufzutreten..?

J BOOG:
Das wollen wir natürlich, um dem Publikum unseren echten und vollen Sound präsentieren zu können. Es ist alles in Verhandlung über „Special Delivery Music“ und unseren anderen Verbindungen hier.
Dieses Mal gab es DJ Shows -  eigentlich ist das ein ziemlich neu für mich, da ich mit Live Musik groß geworden bin. Ich denke, dafür ist es ganz gut gelaufen...
Wir hoffen trotzdem sehr, das nächste Mal mit Live Band auf Tour zu sein. Das ist einfach ein ganz anderes Energie-Level! Soon come....

R.I.B.:
Wie siehst Du generell die Entwicklung von Dancehall Music im Verhältnis zu Live Reggae. Hier in Berlin ist Dancehall echt groß und aus Jamaica kommt derzeit ja auch hauptsächlich Dancehall...

J BOOG:
Das motiviert uns im Grunde noch mehr, Live Musik zu machen und die Reggae Music am Leben zu erhalten. Es gibt ja schon noch diese Artists, die hauptsächlich Live auftreten. Jah Cure, Capleton, Richie Spice usw....
Ich bin auch Dancehall-Fan, aber die echte Vibe ist Live!

R.I.B.:
What comes next? Was sind Deine Visionen und Projekte für die nahe Zukunft?

J BOOG:
Während der Tour hat sich der Wunsch, mit Band nach Europa zu kommen, auf jedem Fall gefestigt!
Als nächstes kommt ein neuer Track auf „Special Delivery“ auf dem Feelgood Riddim raus mit Gentleman, Gappy Ranks und Peter Morgan.
Alle Infos gibt’s auf www.jboogmusic.com

 

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