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War Ina East 2015

10.04.2015

Um kurz nach 1 Uhr betritt Sultan von der Herb-A-Lize It-Crew die Bühne des Yaams und verkündet "The clash is sold out!". Soundclash-Fans aus Berlin, Deutschland und der ganzen Welt haben den Club für den Höhepunkt des War Ina East-Wochenendes, den Soundclash zwischen den Jugglerz (Stuttgart) und Black Chiney Sound (Miami/USA), 

bis in die letzten Ecken gefüllt und schon beim Warm Up von Herb-A-Lize It-Selecta D-One wird klar, dass die Massive durchaus Forwardfähigkeiten aufweist und heiß auf die Show ist.  Jugglerz-Selecta Meska gewinnt den Coin Flip gegen Black Chiney-MC Bobby Chin und entscheidet sich für die zweite Position und lässt Black Chiney den Vortritt. Die beginnen die 15-Minuten-Runde direkt mit mehreren Customs und kassieren einige Forwards für ihren sehr energischen Start. Höhepunkt ihrer Runde ist ein Serani-Custom, in dem der Artist sämtliche Disses gegen die Jugglerz auf deutsch loswird. 
Die Jugglerz lassen sich, nach einem kurzen Warm Up, auch nicht lange bitten und ziehen ihrerseits ebenfalls gleich eine Handvoll Customs und bringen den Saal mehrmals zum kochen. Die Abstimmung für die erste Runde holt sich Black Chiney mit einer leichten Mehrheit.
Selbstsicher geht der Sound aus Florida in die zweite Runde, in der wieder einige Customs fliegen, Sie acht Bounty-Dubs in Folge schmettern, jedoch an einigen Stellen eine etwas unrunde Performance bieten, da sich MC Booby Chin häufig an die Decks begibt, um seinen Selecta Willy Chin mit Effekten zu unterstützen. 
Die Jugglerz wiederum bleiben auf sehr hohem Niveau und bekommen teils mächtige Forwards für gelungene Counteractions und Specials, wie z.B. ein in englischer Sprache eingesungenes Custommade von Ronny Trettmann. MC Shotta Paul verzettelt sich jedoch gegen Ende der Runde mit einer Enthüllungsstory über einen früheren Gefängnisaufenthalt von Black Chineys Bobby Chin und erntet viele Boohs für seine Aufforderung an die Massive und die Audiohörer, die Jugglerz-Facebookseite mit entsprechenden Beweisfotos zu checken. Eine bis dahin sicher gewonnene Runde geht im zweiten Abstimmungsversuch dann doch noch ganz knapp an Black Chiney und es steht 2:0.
Die dritte Runde steht unter dem Motto "anything goes" - heißt 45's, Remixes, Dubplates - alles ist erlaubt. Black Chiney wird in dieser Runde zum Verhängnis, dass sie dieses Motto nach Meinung der Crowd einen Tick zu ernst nehmen und sich 20 Minuten lang mit Hip Hop, Soca und Pop-Tuns allerlei "fremden" Genres bedienen. Temporär kompletter Stillstand in der Dancehall und massive Boohs sind die Folge und gleichzeitig Vorlage für die Jugglerz. Die nehmen die diese dankend an und spielen zum großen Teil Dubs, zeigen an einer Movado- und einer Kartel-Dub die Splicefähigkeiten Black Chineys auf und landen einige gelungene Counteractions von vorher gefloppten Chiney-Tunes. 
In den  Runden Vier und Fünf verliert Bobby Chin nahezu komplett die Connection zur Massive. Black Chiney versucht viel über Foundation und Vintage-Dancehall und bekommt nur noch spärlichen Zuspruch aus der Massive. Meska und Shotta Paul  connecten durch frischere Dancehall-Dubs und gezielte Speeches deutlich besser mit der Massive und holen sich die beiden letzten Runden vor dem Dub fi Dub fast zu Null - 3:2 für die Jugglers vor der Finalrunde.

Jenes Dub fi Dub sorgt für reichlich Diskussionsstoff innerhalb des clashaffinen Yaam-Publikums.

Black Chiney holt sich den ersten Punkt mit Alton Ellis und geben den zweiten an einen Cornell Campbell-Tune der Jugglerz ab. Die sich anschließende Diskussion, was und wer denn jetzt genau von den noch sehr jungen Jugglerz als Foundation gespielt werden darf, gipfelt im Voting für ein Randy Valentine-Custom der Jugglerz in der fünften Runde, welches die Massive komplett spaltet und nach zwei Abstimmungsversuchen geht der Punkt an Black Chiney, die mit ihrer folgenden Marcia Griffiths/Cutty Ranks-Combination auch direkt den 3:3-Ausgleich schaffen. Der folgende Punkt geht an Jugglerz' Cocoa Tea gegen Chineys' John Hold und spätestens der anschließende Marcia Griffiths-Tune (insgesamt vier im Dub fi Dub von Black Chiney) ist für die Massive einer zu viel -  der Punkt geht an Jugglerz' Admiral Tibet und damit heißt es 5:3 und Matchpoint!

Den machen Meska und Paul im ersten Versuch klar und holen sich verdient ihre erste große Trophy im War Ina East 2015!

Text: Thomas Solid Ground

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