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JUNIOR KELLY feat. LMJ in BerlinAm 25. März startete Junior Kelly, unterstützt vom Gesangstrio LMJ, seine große Europatournee 2009. Es gab und gibt Gigs in Deutschland, der Schweiz, Holland, Portugal, Italien und Frankreich.
Nun also auf größerer Bühne im Kesselhaus der Kulturbrauerei. Er bewegt sich dabei konsequent auf dem Gebiet des Conscious-Reggae, was mit ein Grund für seinen späten Durchbruch war. Vorangegangene Angebote für Bad- und Gun-Lyrics hatte er stets ausgeschlagen, was seine Karriere über viele Jahre verzögerte. Nicht jeder ist so standhaft und bleibt konsequent bei seiner Mission wie Junior Kelly. Weitere umfangreiche Informationen zu Junior Kelly findet man zum Beispiel unter: Das Gesangstrio LMJ ist ebenfalls aus Jamaica und bereits seit 1997 aktiv in der Szene tätig. Weitere Informationen zu LMJ findet man unter:
Aber nun ins Berliner Kesselhaus, welches gegen 20:00 Uhr seine Türen öffnete.
Alle drei überwiegend in rot und schwarz gekleidet und von unterschiedlichster Statur, wie sie nur sein kann. Neben der Musik ist damit auch für genügend optische Eindrücke für jede Geschmacksrichtung gesorgt. Die Massive wird dann bis gegen 23:00 Uhr mit bekannten und weniger bekannten Stücken von LMJ vorgewärmt, bis es dann für 20 Minuten in die angekündigte „5-Minuten-Pause“ geht. Junior Kelly ist offenbar noch nicht eingetroffen, erscheint aber bald darauf am Hintereingang des Saales neben der Bühne und tätigt letzte Absprachen mit den Musikern und dem Management. Lange dürfte es nun also nicht mehr dauern. Dann endlich kommt die Band wieder auf die Bühne und spielt das erste Stück an. „Tough Life“ vom gleichnamigen 2005-er Album ist Junior Kellys Opener. Kurz darauf schreitet er im langen beige-farbigen dicken Mantel über die Bühne und die Massive ist schier aus dem Häuschen. Sein Mantel ist mit braunen Mustern und vielen geschmackvollen Details versehen. Auch Tam und Hose fügen sich farblich passend ins Bild ein. Wie lange wird er diesen Aufzug wohl durchhalten? Es muss unbeschreiblich warm darin sein. Mir ist es allein im Hemd schon viel zu warm. LMJ haben ebenfalls wieder die Bühne betreten und postieren sich auf der rechten Seite als Backgroundsängerinnen. Es folgt eine atemberaubende Show. Junior Kelly wird eins mit seiner Musik. Die Vielzahl der Hits durchdringt einen wohltuend. Die Riddims scheinen jede Zelle des Körpers in Beschlag zu nehmen. Man verliert fast den Überblick, was soll denn jetzt noch kommen – und Junior Kelly legt immer wieder nach. Wahnsinn - die Massive ist hell auf begeistert. Auch die Band spielt perfekt jeden Riddim ein.
„Jah Nuh Dead“ oder „Jah Live On“ (Love So Nice 2001 + Conscious Voice 2002), „Rasta Should Be Deeper“ (Tough Life 2005), „Love“ (Juvenile 2000), „Black Woman“ (Love So Nice), “Black Am I” oder “Black” (Smile 2003 + Bless 2003), “The More I See Her”, “Dem Story” und “Recive” (alle drei Tough Life), “You Can Make It” (auf dem Zion Gate Riddim) und “African Bound” (Smile 2003 + Creation), nur um einige herausragende Stücke zu nennen. Was will man mehr!? Das Album „Tough Life“ dürfte damit der eindeutige Sieger des Abends sein, wenn nicht noch die anderen nicht erwähnten Stücke das verändern.
Im Anschluss haben wir noch mit dem Management einen Backstagetermin besprochen und halten uns dementsprechend in Türnähe bereit. Nach geraumer Wartezeit wird der erste Gast rein gelassen, und dann tut sich für lange Zeit nichts mehr. Als sich später die Tür wieder öffnet, kommt Junior Kelly sichtlich genervt gleich mit. Er hat keine Lust mehr auf irgendwelche Anliegen der Wartenden, die sich allerdings nur auf einen eng begrenzten und bereits angemeldeten Personenkreis beschränken. Wieder mal Pech für die vernünftig Wartenden – der erste Gast hatte sich vorgedrängelt. „Im Hotel oder gar nicht!“, lautet seine kurze Bemerkung im Vorbeigehen. Keine Chance, für diesen Fall noch irgendwelche weiteren Absprachen zu treffen, da das Management logischer Weise Junior Kelly gleich mit begleitet. Das ist uns dann schließlich alles zu unsicher. Immerhin liegt das Hotel auch noch am anderen Ende der Stadt. Der Wermutstropfen des Abends, der aber trotzdem die zurückliegenden Eindrücke nicht verderben kann. Mit sämtlichen mitgebrachten und leider unsignierten Albumcovern, treten wir dann doch lieber den Heimweg an. Text: Peter Joachim Fotos: Peter Joachim Mein besonderer Dank geht an das Management der Kulturbrauerei Berlin, Soulfire Artists und Tourmanager Bene. Zum Veranstaltungskalender der Kulturbrauerei (Maschinenhaus, Kesselhaus usw.) gelangt Ihr über den Link: www.kesselhaus-berlin.de bzw. www.kulturbrauerei-berlin.de. Infos zu künftigen Touren und Einzelauftritten unter der Regie von Soulfire Artists findet Ihr unter www.soulfire-artists.de. Kontaktaufnahme zum Autor, Kritiken u.A. unter: reggaestory@t-online.de. Ähnliche Inhalte News: Warrior King 31.03.2010 Pics:
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