Reggae in Berlin
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Jahresrückblick 2005

31.01.2006
2006! Ein neues Jahr, das mit extrem unkaribischen Temperaturen reinkommt... .....aber auch mit einer neuen Seite,die die Reggaeszene in Berlin in Zukunft näher beleuchten wird- REGGAE IN BERLIN ist am Start and BIG TINGS A GWAAN!!


Aber erst mal ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr 2005. Trend des Jahres waren wohl eindeutig Final Scratch und CD. Obwohl von vielen Selectaz schon lange eingesetzt, gelang letztes Jahr anscheinend endgültig der Durchbruch. Das Thema wurde in Fachkreisen diskutiert wie kein zweites und mancher Soundboy, der vor kurzem noch seine unzerbrechliche Liebe zum kleinen schwarzen Vinyl beschwor, schwärmte plötzlich von den Möglichkeiten seines neuen Digi Scratch. Auch wenn das Gefühl und die Nostalgie die kleinen Seveninches noch eine Weile retten werden- Fakt ist, die Verkäufe ( vor allem im Dancehallbereich) gehen zurück, und was an karibischer Musik nichtjamaikanischer Herkunft ( z.b. Soca oder Reggaeton) auf Vinyl erscheint, kann dem, der das ernsthaft auflegen möchte, auf keinen Fall genug sein. Auf jeden Fall war 2005 das Jahr, wo Laptop und Silberling im Klub absolut normal wurden. Die Folgen für die Musikindustrie können und sollen hier nicht erläutert werden, aber das ein PlattenladenUrgestein wie DOWNBEAT letztes Jahr seine Pforten schloss, verwundert da kaum.

Hit des Jahres
Es war aber auch das Jahr, das Reggae mal wieder einen musikalische Grenzen übergreifenden Superhit bescherte. Eigentlich schon aus 2004 rockte WELCOME TO JAMROCK vom jüngsten Marleyspross 2005 wirklich jede Jam, und zog einen Rattenschwanz an Versions nach- ob als WORLDJAM One Riddim Sampler, Welcome to schlagmichtot, Jungleversion bis zu Lil Kim`s Comeback PUT YOUR LIGHTERS UP( Welcome to Brooklyn)mit der schönen Textzeile: „New Orleans put your Lighters up...“, es gab kein Entrinnen...

Überhaupt war es kein gutes Jahr für Dancehall- Roots & Culture regierten unangefochten (vor allem dank Überproduzent Don Corleone ), und auf dem Bashmentsector fiel meiner Meinung nach nur der Applausriddim wirklich auf. Merkwürdiger Weise konnte er sich trotz (oder wegen ?) seiner technoiden Machart auf den Dances nur langsam durchsetzen.
Ansonsten war Recyclen und die Wende zu langsameren BpM Zahlen angesagt. Ob THROWBACK GIGGY, BADDIS TING oder auch der aktuelle EIGHTYFIVE Riddim-Dancehall 2005/2006 klingt oft wieder wie in den guten Neunzigern... Ein Grund für die Rückbesinnung auf alte Werte und Klänge lag sicher auch in der ausufernden Gewaltwelle, die die Insel erschütterte. Ihr fiel 2005 der Vortänzer No.1 BOOGLE und ca.1500 andere Jamaikaner zum Opfer, eine für diese kleine Insel unvorstellbare Zahl...
So hatten diese Jahr vor allem die Reggaesänger ihre Zeit zum scheinen. Am hellsten leuchtete der Stern von JAH CURE. Obwohl immer noch im Knast, konnte er mit LOVE IS und vor allem herzzerreissenden TRUE REFLECTION die Konkurrenz auf die Plätze verweisen.

Karneval der Kulturen
Höhepunkt des Berliner Reggaejahres war mit Sicherheit wieder der KARNEVAL DER KULTUREN, der wettertechnisch anfangs das Schlimmste befürchten ließ, aber nachdem die Sonne durchbrach nur noch glückliche Gesichter sah. Ich für meinen Teil fand mich mit meiner Rumbottle pendelnd zwischen dem CARRIBIAN HEATWAVE und dem GROOVING SMOKERS Wagen wieder und hatte wie wohl alle Anwesenden richtig Spass!!

Party des Jahres
Meine Party des Jahres war dann auf jeden Fall BLACK CHINEY SOUND im ICON.
In einer Waschküchenatmosphere (die durch drei Torches noch verstärkt wurde), rockten die Boys aus Miami mit Tonnen von Specials, kranken Remixen ( z.b. VYBZ CARTEL und SIZZLA auf NIRVANAS „Smells like Teen Spirit“), und einem ausgewogenen Mix aus Roots, Dancehall, Reggaeton, Soca und Dirthy South Hip Hop unglaublich ab.
Die Berliner Crowd zeigte sich mit Rags aller möglichen Karibikinseln, Pfeifen, Tröten und erwähnten Torches bestens präpariert und war willens, den Laden komplett auseinanderzunehmen. BLACK CHINEY beteuerten immer wieder „ It`s a pleasure to be here“ und auch der danach die Bühne enternde BARNEY MILLAH war des Lobes voll für seine Berliner. Denkwürdiger Abend das!!

Und sonst so?
Man kann mittlerweile in Berlin jeden Tag der Woche zu MINDESTENS zwei Reggaepartys gehen, die Dancehallecke in Black Music Grossraumdissen wird immer länger und beinhaltet neben dem obligatorischen SEAN PAUL mittlerweile auch Schmankerl wie JAMSEY P`s „Nookie“. Ein Schrumpfen oder Zusammenbrechen des Partymarktes ist nicht wirklich in Sicht und mit einem „ na hoffn wa ma, datt ditt so bleim tut“ werde ich für`s Erste schliessen.
Gehabt euch wohl und übersteht den Winter mit Sonne im Herzen!!!!!
LOU WEED

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