Reggae in Berlin
Name

Passwort
Registrieren
Passwort vergessen

Suchen

Partner


Smoking
Grooving Smokers
Help Jamaica
Yaam
Deine Stadt Klebt
Fresh Guide Berlin

Ganjaman „Das gleiche alte Lied – Tour 2009“

03.12.2009

Unter dem Namen „Das gleiche alte Lied – Tour 2009“ ging Ganjaman zum ersten Mal als Headliner, gemeinsam mit Yah Meek, Anthony Locks und der Berliner Feueralarm Band, unter der Regie von Contour auf große Deutschlandtour. Auf dem Tourposter sind 12 deutsche Städte verzeichnet, die nahezu jede Region erfassen. Als vorletzte Station war dann das YAAM in Berlin an der Reihe, welches gleichzeitig das 15-jährige Bestehen feiert.

Für Ganjaman und die Feuerarlarm Band, dürfte dieser Termin der Höhepunkt der Tour gewesen sein, da sie dort ihr großes Heimspiel abliefern konnten.

Die Vorstellung von Ganjamans Album „Das gleiche alte Lied“, welches gleichzeitig namensgebend für die Tour war, ist aber nicht das einzige Highlight des Programms. Mit Yah Meek, der sich früher noch Jah Meek nannte und Anthony Locks, sind zwei weitere großartige Artists am Start gewesen, die ebenfalls ihre neuen Alben mit im Gepäck hatten. Mit Yah Meeks „Things Change“ und Anthony Locks´ „Cry Freedom“ kann der Reggaefan nichts falsch machen.



 

Nicht umsonst haben beide Artists bereits beim „1. German Reggae Grammy Award 2005“ in verschiedenen Kategorien Preise geholt. Über 50 Künstler und 19 Soundsystems waren dazu am 19.12.2005 in Hamburg angetreten und in 8 verschiedenen Kategorien nominiert. Anthony Locks gewann in den Kategorien „Reggae King“ und „Reggae Rebel“ und Jah Meek in der Kategorie „Reggae Records“, jeweils neben zwei anderen Artists ohne Top Ranking.



 

Bild links: Anthony Locks mit seinen zwei Awards 2005 in Hamburg

Bild rechts: Jah Meek mit Lilian Gold beim German Grammy 2005 in Hamburg

 

Alles zusammen vortreffliche Gründe für den Reggaefan, einen der Tourtermine unbedingt zu besuchen.

 

Hier ein paar Eindrücke vom Tage.

 

Als wir gegen 23:00 Uhr eintreffen ist das YAAM schon gut gefüllt. Direkt neben der Bühne ist ein kleiner Shop eingerichtet, in dem neben verschiedenen Fanartikeln auch die aktuellen Alben der heutigen Artists preisgünstig erworben werden können. Wer noch keines dieser Alben besitzt, kann so gut und gerne den Eintrittspreis des heutigen Abends wieder reinholen. Für die musikalische Überbrückung bis zum Showbeginn und für den Ausklang nach der Show, sind DJ Michael Berth und Mama Rule angekündigt, dessen Musik uns schnell das hässlich kalte und regnerische Herbstwetter vergessen lassen. Die Bühne ist auch schon fertig hergerichtet und vom Equipment der Feueralarm Band völlig aufgefüllt. Dahinter prangt eine riesige Leinwand, die identisch mit dem Tourposter ist und somit dem Letzten klar macht, wer heute hier auftritt.



 

Kurz vor Mitternacht beginnt dann schließlich die Feueralarm Band sich einzuspielen und gleich darauf betritt Yah Meek als erster Artist die Bühne. Die Massive noch etwas träge, wird aber bald von Yah Meeks sanfter und melodischer Stimme eingefangen.




 

Doch ehe so richtig alle in Stimmung sind, kommt schon nach den ersten 15 Minuten Anthony Locks mit kräftiger Stimme dazu, um die Show gemeinsam mit Yah Meek fortzusetzen.




 

Die Befürchtung, dass nun das Bühnenprogramm schnell wie bei Jah Cure, der ein paar Tage zuvor kurz hier auf der Bühne stand, abgespult wird, ist allerdings mehr als unbegründet. Yah Meek ist noch mehrfach zu erleben und begleitet später wiederholt Anthony Locks und die weiteren Akteure des Abends. Die Massive ist inzwischen schon merklich aufgetaut und hat sich überwiegend ihrer Winterklamotten entledigt.




 

Als dann zu fortgeschrittener Stunde Ganjaman angekündigt wird und auf die Bühne kommt, geht die Stimmung weiter in die Höhe. Anders als bei Yah Meek und Anthony Locks, die nur in Englisch singen (mit Ausnahme der Textzeile „…ein bisschen frische Luft…“ – was keine Kritik sein soll), obwohl sie bereits viele Jahre in Deutschland leben, gibt´s bei Ganjaman konsequent deutsche Texte.






 

Gewohnt energiegeladen, lautstark und anklagend, freut sich Ganjaman nach wie vor „auf den Tag …..“ und die Massive lautstark jubelnd mit ihm. Aber natürlich gibt es auch im Namen der Liebe und des Friedens versöhnlichere und dankbare Ansagen und Wünsche. Mit im Team ist Junior Randy, der für die Kameraführung verantwortlich ist. Laut Ganjaman wird es irgendwann entsprechendes Filmmaterial über die Berliner Reggae- und Clubszene geben, auf das wir gespannt sein können. Hier freuen wir uns natürlich auch auf den Tag, allerdings auf den, wenn wir das Material sehen können.




 

Ganjaman hat den umfangreichsten Programmteil der gesamten Show und rockt die Massive schon ungefähr eine Stunde lang, bis er dann überraschend die ersten Special Guests des Abends ankündigt. Den Reigen eröffnet Nosliw, mit dem niemand gerechnet hat. Entsprechend lautstark fällt die Begrüßung aus. Aber damit sind die Überraschungen noch nicht zu Ende. Als nächster Special Guest kommt Sara Lugo auf die Bühne, die bald auch ihr eigenes Debutalbum veröffentlichen wird.





 

Im Saal gibt es aber noch weitere Artists, die ebenfalls einen Beitrag auf der Bühne leisten können. Sara Lugo wird dann von Vido Jelashe abgelöst, der auch ein paar Stücke beisteuert, bevor es in die wohlverdiente sehr kurze Atempause geht. Inzwischen ist es schon 2:00 Uhr geworden, als Ganjaman gemeinsam mit Junior Randy das Programm fortsetzt.




 

Danach wird ein Minischlagzeug auf die Bühne geschoben, an dem Ganjaman seine instrumentellen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Dies allerdings nur stellvertretend für viele Andere. Ganjaman komponiert, textet, produziert und kann auch diverse Instrumente selber einspielen. Dann nimmt zusätzlich Nosliw an den „richtigen“ Drums Platz und begleitet Ganjaman.




 

Nach dieser unterhaltsamen Einlage wird das große Finale eingeläutet. Yah Meek, Anthony Locks, Vido Jelashe, Sara Lugo, Junior Randy und Ganjaman stehen jetzt gemeinsam auf der Bühne. Ganjaman setzt nun noch Einen drauf und kündigt als nächste Special Guests Irie Révoltés an.






 

Es wird langsam eng auf der Bühne. Die Stimmung im YAAM ist auf dem Höhepunkt. Jeder Artist kommt weiterhin mehrmals zu Wort bis dann auch noch Flaming Mo auf die Bühne gerufen wird.




 

Mit „Unity“ gibt es dann den finalen Abgesang, an dem sich alle Artists beteiligen. Mono und Nikitaman, die bis kurz vorher ebenfalls im Saal anwesend waren, hätten den Bühnenrahmen sprengen können, waren aber leider gerade gegangen. Mit etwas Glück hätten durchaus weitere Akteure die Bühne betreten können, denn in der Berliner Szene kann man noch viele andere Reggae-Artists treffen.

Nach ungefähr 2,5 Stunden geht eine grandiose Show zu Ende, und es dürfte keinen Besucher geben, der nicht vollends zufrieden gestellt ist. Für die, die immer noch nicht genug haben, gibt´s natürlich im Anschluss weiterhin genügend Reggae vom DJ.






 

Nach einem anschließenden entspannten Backstagetermin und einer kleinen Fotosession, wird es dann aber endgültig Zeit für uns, die Heimreise anzutreten.

 

Copyright:

Text und Fotos by Reggaestory


Mein besonderer Dank geht an Lena vom YAAM (www.yaam.de / www.myspace.com/yaamkult) und natürlich an die beteiligten Artists und Contour.


Wer eines der genannten Alben benötigt, sollte sich auf die Suche bei Irie Records begeben bzw. dort anfragen.

 

Kontakt zum Autor unter:  www.myspace.com/reggaestorydotde

Kommentare

noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben


Du musst angemeldet sein um einen Kommentar zu schreiben

Jingles (Archiv)

In Newsletter eintragen

Name:

eMail-Adresse:

Extra: Feld bitte leer lassen, dient lediglich der Spam-Abwehr