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Protoje Interview 2013

30.07.2013

Im Rahmen des 7 Jahre ReggaeInBerlin.de Festival interviewten wir Protoje, dem Hoffnungsträger des Reggae Revivals. 

Wie läuft die Tour bis jetzt für dich?
 
Es ist toll. Das ist ist mein erstes Mal in Deutschland und die Reaktionen des Publikums sind wirklich toll. Es ist auch mein erstes Mal in Berlin, deswegen freue ich mich darauf hier aufzutreten.
 
Gibt es etwas, das du mit der Stadt verbindest?
 
Nicht wirklich, ich bin ja zum ersten Mal hier. Ich habe immerhin die Mauer gesehen. Im Moment sind wir ja im Ostteil der Stadt direkt an der Mauer. Ich habe noch nicht viel von der Stadt gesehen, aber ich habe eine ungefähre Vorstellung von der Geschichte der Stadt. Ich weiß das Berlin geteilt war. Ich habe auch gehört, dass die Location (YAAM), in der wir uns gerade befinden immer wieder von der Schließung bedroht ist. Ich hoffe, dass das nicht passiert.
 
Dein neues Album 'The 8 Year Affair' ist vor kurzem erschienen, was kannst du mit darüber erzählen?
 
Wir haben auf dem Album mit einer Menge neuer Sounds experimentiert. Wir haben zum Beispiel klassische synthetische Drum-Sounds, die Anfang der 80er Jahre aufkamen, verwendet. Bis jetzt läuft es wirklich gut. 'Kingston Be Wise' war die erste offizielle Singelauskopplung und hat international viel Aufmerksamkeit bekommen. Das hat mit geholfen, meine Musik international zu verbreiten.
'The 8 Year Affair' klingt deutlich anderes als sein Vorgänger 'The Seven Year Itch'. Es klingt schwerer und auch aggressiver als das erste Album, das eher aus One Drop Riddims bestand. Das neue Album ist eine Roots-Music Scheibe. Ich habe eine Menge Arbeit in mein zweites Album gesteckt, weil ich sicherstellen wollte, dass man eine Verbesserung meiner Fähigkeiten heraushören kann. Auch meine Lyrics sind kritischer geworden und ich habe mich einer Menge Themen zugewandt. Ich spreche über die Dinge, die ich in der Welt sehen und die mich beschäftigen.
 
Wie hast du deine Karriere im Musikgeschäft begonnen?
 
Ich liebe es einfach Musik zu schreiben und mich durchs Schreiben auszudrücken. Früher habe ich Kurzgeschichten und ähnliches zu schreiben. Gleichzeitig habe ich Musik gemocht. Ich wollte auf der Bühne stehen. Meine beiden Eltern sind ebenfalls Musiker, sie zu beobachten, hat natürlich auch zu meinem Entschluss, Musiker zu werden, beigetragen. Schließlich wollen wir alle manchmal so sein wie unsere Eltern.
 
Auf welche Weise haben die beiden dich beeinflusst?
 
Ich habe viel von ihnen gelernt. Mein Vater ist ein sehr guter Geschichtenerzähler und sehr kreativ. Die Band meiner Mutter war zu ihrer Zeit eine der besten Jamaikas. Dadurch habe ich gelernt, wie wichtig es ist qualitativ hochwertige Musik zu machen. Meine Mutter hat mir auch dabei geholfen ein besserer Sänger zu werden.
 
Deine Texte zeichnen sich durch Positivität und Consciousness aus. Wie würdest du deine Mission beschreiben?
 
Ich achte sehr darauf, dass meine Texte positiv sind, weil ich positive Energie verbreiten will. Ich habe das Gefühl, dass das Reggae-Business in einer Art Krise steckte, als ich meine Karriere begann. Die Themen waren zum Teil sehr heikel und es wurde nur wenig sozial kritische und conscious Musik herausgebracht. Ich wollte ein Teil der Generation sein, die daran etwas ändert und Reggae wieder zu dem macht, was die Musik einmal war. Meine Botschaft ist die Botschaft von Rastafari, von Liebe und von Frieden und genau diese Dinge will ich durch meine Musik verbreiten.
 
Wo steht Reggae deiner Meinung nach im Moment?
 
Vieles hat sich verändert. Ich hatte meinen Durchbruch 2009. Heute, 2013, sieht man viele junge Artists, die gerade neu herausgekommen sind und die Welt bereisen, um Reggae-Musik zu verbreiten und zu den Menschen zu bringen. Die junge Generation interessiert sich wieder mehr für Reggae. Reggae ist wieder cool und frisch und birgt gleichzeitig ein großes Potenzial in sich. Die Youths wollen Teil von etwas 'coolem' sein, deswegen muss man Reggae cool machen, aber trotzdem dafür sorgen, dass die Musik wirksam und ausdrucksstark bleibt. Ich sehe diese Entwicklung sehr positiv. Die Dinge wenden sich zum Guten und je mehr wir daran arbeiten, desto stärker wird die Bewegung. Ich bin diesen Sommer für zwei Monate auf Tour. Das gibt mir die Gelegenheit meine Arbeit weiter fortzusetzen und dafür bin ich sehr dankbar.
 
Wie wir es in nächster Zeit für dich weiter gehen?
 
Nach der Tour werde ich wieder nach Hause fliegen und an meinem dritten Album arbeiten. Gleichzeitig werde ich weiter touren. Im Oktober werde ich für ca. einen Monat nach Europa zurückkommen. Ich hoffe, dass ich mit meinem nächsten Album Ende des Jahres fertig werde, damit es im nächsten Jahr erscheinen kann. Im Moment konzentriere ich mich auf die internationale Reggae-Szene. Ich war die letzten vier Jahre auf Jamaika, jetzt ist es an der Zeit in die Welt zu gehen und meine Musik zu verbreiten. Beim Musik machen, macht das zwar keinen Unterschied, aber es bedeutet, dass ich mehr Zeit im Ausland verbringen werde. Ich würde gerne mal mit Danakil und auch mit Nneka zusammen arbeiten, denn ich schätze ihre Musik mehr.
 
Viele Dank für das Interview
 

Interview Janika 

12.07.2013 Yaam (7 Jahre Reggaeinberlin.de)

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