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Danakil Interview 2011

08.01.2012

nach einem großartigen konzert am 12.12.2011 im Yaam hatten wir die möglichkeit ein Interview mit Danakil zu machen. Die Französische ausnahme Band berichtet uns:

R: Hallo erstmal und danke, dass du dir nochmal Zeit genommen hast für das Interview
D: Nicht zu Danken!Es freut mich, dass ihr über mich berichten wollt.

R:Wie war das Konzert für dich?
D:Super! Es hat sehr Spaß gemacht, auch wenn ich ehrlich gesagt zugeben muß, dass ich schon ziemlich gerädert bin von der Tour... Dementsprechend war ich nicht in Top Form, aber die Leute haben super mit gemacht und die Stimmung aufgenommen.

R:War es das Erste Mal, dass ihr nach Berlin gekommen seid?
D:Nein, wir waren im Sommer schonmal da bei der „féte de la musique“

R:Und habt ihr auch bisschen was sehen können von der Stadt?
D:Ehrlich gesagt leider nicht. Im Sommer mussten wir gleich wieder aufbrechen und hier hatten wir zwar ein off-day, aber haben nicht wirklich viel unternommen:-)

R:Wie war denn eure Tour bisher?
D:Gut!Ich meine, es ist anders hier in Deutschland zu spielen und ich genieße es sehr, nah am bzw. mit dem Publikum zu sein. Das klingt vielleicht blöd, aber bei so großen Konzerten entsteht irgendwie eine gewisse Distanz und bei der Tour in Deutschland war es - dadurch, dass wir ja hier erst versuchen, zu starten - sagen wir mal: klein und gemütlich...

R:Eine Lange Tour nach einem Sommer mit vielen Festivals- was kommt als nächstes? Schon Pläne?
D:Wir machen nochmal ein fettes Konzert in Paris jetzt zum Abschluss der Tour und dann ist erstmal bis März Pause!!! Dann brauchen wir alle mal Ruhe

R:Und sonst 2012? neues Album?
D:Mal sehen, was kommt.Paar Festivals! Aber Album glaube ich eher nicht. Das letzte is ja erst im März diesen Jahres raus gekommen und das letzte war 2008 und davor 2006. Es hat sich bei uns so ein 2-3 Jahres-Rythmus eingependelt, was Alben angeht. Wir gehen das gemütlich an, machen uns kein Stress...

R:Wie ist das bei euch, Plant ihr alles gemeinsam, oder gibt es einen, der sagt, wo's langgeht?
D:Nein, wir entscheiden schon gemeinsam, aber der Trompeter organisiert, checkt und Plant und wir vertrauen ihm und lassen ihn da machen:-)

R:Wie waren deine Eindrücke während der Tour, was die Reggae-Szene in Deutschland angeht? Kannst du einen Vergleich ziehen zw. Der Szene hier und in Frankreich?
D:Ehrlich gesagt kann ich da viel vor allem vom Hören-Sagen berichten.Selbst konnte ich mir in der kurzen Ziet nicht wirklich ein Bild machen.Aber, was auf jeden Fall beeindruckend ist, sind die Lokations, wo man hier als Reggae-Band auftreten kann.Also auch im kleinen Rahmen.Viele Clubs in Frankreich haben starke Vorurteile, wenn sie „Reggae“ hören und wollen erstmal kein Konzert veranstalten.
Und was natürlich jeder aus Deutschland kennt sind die Größen, wie Gentleman, Patrice etc.
Also die Szene in Deutschland ist auf jeden Fall besser organisiert, als in Frankreich...

R:Zurück zu eurem Konzert.Das war ja echt ne super Performance.Vor allem euer Special Guest hat nochmal Power dazu gebracht. Ist er bei cuh jetzt fest dabei? Wie und wo habt ihr euch kennen gelernt?
D: Ja, das mit Natty Jean war ne geniale Geschichte. Wir waren ja zur Aufnahme unseres Albums unter Anderem in Senegal und Natty Jean war dort in dem Haus wo wir lebten mit am Start.Er wohnte quasi in der Nachbarschaft. Er hing mit uns ab und wir jamten zusammen und so entstanden auch Songs, die nun auf dem Album sind.Die Vibes zwischen uns waren so gut, dass wir am Ende sagten: Ey, wir haben jetzt so viel zusammen erlebt und gemacht.Wir können nicht ohne ihn nach Europa und auf Tour gehen.Also beschlossen wir,, zurück in Frankreich gleich seine Reise zu Planen und zu organisieren.Und so kam es, dass er jetzt die ganze Zeit hier mit auf Tour ist

R:Und wie war das, hattet ihr große Schwierigkeiten mit Visum und so?
D:Nein, erstaunlicherweise nicht.Das Visum bekam er sofort.Nur als wir nach Neu-Kaledonien sind zu einem Gig, mussten wir Zwischenstop in Australien machen.Also wirklich nur umsteigen von einem Flieger in den Anderen.Und da konnte er deswegn nicht mit.Weil sein Visum in Australien nicht gilt.So ein Schwachsinn!!! Und in England das gleiche.Dort konnte er auch nicht mit. Aber die sind scheinbar eh krass, was Einreisebestimmungen von nicht-Europäischen Artists angeht.Und das war schon krass, wenn es auf einmal unmittelbar im Freundeskreis ist, das jemand nicht mit kann wegen seinen Papieren!Das war schon bedrückend.

R:A propos Einreisebestimmungen und rassistische Politik:Was denkst du, wird es Sarkozy bei den Wahlen 2012 wieder schaffen?
D:Ich hoffe nicht! Aber ganz ehrlich:Wir sehen uns alle als Apolitisch.Wir erwarten nix mehr von der Politik.Die linke hats auch verbockt!Die schaffen es nicht,einen anständigen Kandidaten aufzustellen.Ich erwarte gar nichts von den Wahlen..

R:Naja, hoffen wir zumindest, dass weder Sarkozy noch Le Pen durch kommen!
Ich danke dir für das Interview
D:Ich danke.Ein Big Up nochmal an die Reggae-Massiv in Deutschland.Auf bald mal wieder.

 

Das Interview wurde auf Französisch von Pablo geführt und dann ins Deutsche übersetzt.
 

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